MEIN BUCHPROJEKT

Ja, ich habe ein Buch geschrieben!

 

Ich habe 2019 den Hibiskus Verlag ins Leben gerufen und vertreibe darüber mein Buch "Trotz' dem – denn Leben will leben".

Das Buch soll Einblick in die Lebenswirklichkeit von chronisch Kranken geben. Es soll den Leser mitnehmen auf den Weg der Entscheidungsfindung pro oder contra Transplantation und somit pro und contra Weiterleben. Weiterleben wozu? Den Wert des Lebens bestimmen, allgemein und individuell. Eingebettet in eine konkrete Handlung, sollen dem Leser Themen näher gebracht werden, die nicht nur direkt Betroffene etwas angehen. Medizinische und sonstige Begriffe werden in einem nachgegliederten Glossar erklärt, um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen.

Warum habe ich das Buch geschrieben?
Weil ich den Prozess, der in dem Buch beschrieben wird, selbst durchgemacht habe. Ich selbst bin zu Eric geworden, ich, der ich früher ein Bruder im Geiste Carls war (dies die beiden Hauptprtotagonisten). Es war ein weiter Weg, den ich von meiner No-Future-Haltung in Jugendjahren hin zu einem das Leben Liebenden zurückgelegt habe.


Was ich nicht wollte: Ein weiteres Buch in Betroffenheitsprosa schreiben, kein Lamento, in dem ein Ich-Erzähler sein schweres Los bejammert. Vergleichbare Bücher (über Leben mit Krankheit, Krankengeschichten, Bewältigung von krankheitsbedingten Krisen) sind meist in sehr persönlichem Ton verfasst. Diese Geschichte wird aus der Er-Perspektive des wissenden Autors erzählt. So wird die Distanz geschaffen, die m. E. erforderlich ist, um dem Stoff gerecht zu werden.

„Klappentext"

 

Hallo, Klara. Du bist jetzt wieder in deinem Zimmer.“ Sie richtete sich mühsam auf und brachte ihr Gesicht ganz dicht an seines.
„Wer bist’n du?“
„Ich bin‘s, dein Bruder.“
„Ach ja. Carl.“
Zwei Stunden später war sie tot.

Der Tod seiner Schwester und andere Erlebnisse prägen Carls Stimmung, als er die Nachricht erhält, an einer Klimareise auf die Kanaren teilnehmen zu dürfen. Für den Zeitraum von vier Wochen versammeln sich auf Gran Canaria die acht Protagonisten des Romans, denen eines gemeinsam ist: Sie alle haben eine unheilbare Krankheit, die zu kurieren und zu lindern sie von einer Stiftung auf die Kanareninsel eingeladen wurden. Hier verbringen sie die Zeit mit Therapie, Ausflügen, Gesprächen und Reflexionen über das Leben und ihren Erwartungen daran.


Die Hauptpersonen, Carl und Eric, sind Gegenpole in ihren jeweiligen Lebenseinstellungen. Carl, Mitte 20, verkörpert den Pessimisten, den Zweifler und Zyniker, der mit seinem Schicksal hadert und vor einer schweren Entscheidung steht (Lungentransplantation ja oder nein); Eric, Mitte 50, ist der Senior der Gruppe, der aufgrund seiner Lebenserfahrung und momentanen Situation (seit 12 Jahren lungentransplantiert) versucht, Carl eine Perspektive zu geben. Von der Verweigerungshaltung hin zu einem Ja zum Leben – trotzdem!


Diese beiden sowie die anderen Protagonisten liefern mit ihren jeweiligen Lebensumständen Stoff für die Behandlung von Themen wie u. a. Organspende/Transplantation, Umgang mit dem Tod, Selbstbehauptung, Kinderwunsch, Ausgrenzung/Diskriminierung, die Kraft der Liebe, die Macht der Gedanken. Die unterschiedlichen Einstellungen der Hauptfiguren zum Wert des Lebens erzeugen einen Spannungsbogen, an dessen Ende die Frage steht, wie sich Carl entscheiden wird.